Making Of

Studierende des Fachbereichs Evangelische Theologie der Goethe-Universität Frankfurt führen seit dem Sommersemester 2019 im Rahmen eines Seminars ein Praxisprojekt durch. In diesem lernen sie, Experteninterviews zu führen, ein Storyboard zu entwerfen, einen Erklärfilm zu erstellen und parallel ihre mediendidaktischen Kompetenzen – auch für den Einsatz in ihrem späteren Unterricht – weiterzuentwickeln. Darüber hinaus nimmt das Projekt Bezug auf die von Studierenden häufig geäußerte Kritik, dass vor dem Hintergrund religiös heterogener Religionsklassen das interreligiöse Lernen vermehrt im Curriculum ihres Lehramtsstudiums verankert werden müsste. Das Gespräch mit Expertinnen und Experten anderer Religionszugehörigkeit setzt hier an und bietet den Studierenden die Möglichkeit des Austauschs, des Nach- und Hinterfragens und der Entwicklung eines (inter)religiösen „Fingerspitzengefühls“.

Einblicke und Erfahrungen

„Das interreligiöse Projekt hat uns im Großen und Ganzen stark bereichert. (…) wir haben nicht nur Texte (…) gelesen, sondern durften eine Expertin treffen, die selbst Jüdin ist. Ihr konnten wir alle möglichen Fragen stellen. (…) Sie hat von sich persönlich erzählt, wie sie die Feste zu Hause in ihrer Familie und in der Synagoge erlebt und was das Judentum tatsächlich (im Alltag) auszeichnet.“
„Besonders an diesem interaktiven Seminar war: (…) zum einen hatte das Religionspädagogische Institut schülernahe Erklär-Videos (…) zum anderen lernten wir durch das interreligiöse Projekt jüdische Fest (…) kennen, hatten die Möglichkeit, uns mit jüdischen Experten und Gläubigen zu unterhalten und erweitern zudem unsere Medienkompetenz durch den Umgang mit Film, Schnitt und Vertonung. In einem relativ leseintensiven und wissenschaftlichen Studium ist dies eine willkommene Abwechslung!“
„Besonders gut an diesem Seminar finden wir, dass wir am Ende von Ergebnissen profitieren, die wir im Schulalltag besonders im Religionsunterricht tatsächlich verwenden können. Wir haben nämlich einzelne Erklärfilme zu einzelnen jüdischen Festen, die es so noch nicht auf dem Markt gibt.“
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